Informationen über Argentinie
 
 











DER NAME ARGENTINIENS

Er stammt vom lateinischen argentum, Wort für Silber. Der Ursprung dieser Bezeichnung geht auf die Reisen der ersten spanischen Eroberer zum Río de la Plata zurück. Die Schiffbrüchigen der Expedition von Juan Díaz de Solís stießen in dieser Gegend auf Eingeborene, von denen sie mit Silbergegenständen beschenkt wurden, die sie nach Spanien mitnahmen. Um das Jahr 1524 wurde über die sagenumwobene Sierra del Plata berichtet, einen Berg mit reichem Vorkommen an diesem Edelmetall. Ab dieser Zeit wurde der Fluß de Solís von den Portugiesen Río de la Plata genannt. Zwei Jahre später übernahmen auch die Spanier diese Bezeichnung. Ab 1860 wird der Name "Republik Argentinien" als offizielle Bezeichnung des Landes geführt.

 




 

 

 

 

 

 

 

 

 









 


ETWAS ZUR GEOGRAPHIE

Das wichtigste Merkmal des argentinischen Reliefs ist der enorme Kontrast zwischen den unermeßlichen Ebenen im Osten und der beeindruckenden Gebirgskette der Anden im Westen. Sie grenzt mit Chile und weist den höchsten Berggipfel der westlichen Halbkugel auf: den Aconcagua mit einer Höhe von 6.959 m.

In ihrem Verlauf von Jujuy bis nach Feuerland zeigt die Gebirgskette beeindruckende Kontraste ihrer Landschaft: vom Hochland im Nordwesten bis zum Seengebiet, den Wäldern und Gletschern der patagonischen Anden.

Im Norden liegt das Waldgebiet Chaco, welches die Flüsse Bermejo, Salado und Pilcomayo fließen.

Zwischen dem Paraná und dem Uruguay dehnt sich das argentinische, von flachen Hügeln, Lagunen und Sumpfniederungen gebildete Mesopotamien aus (Provinzen Entre Ríos, Corrientes und Misiones), an denen der ehemalige Verlauf dieser großen Flüsse abzulesen ist. Manchmal ergeben sich Brüche in der Formation, die so aufsehenerregende Phänomene wie die unvergleichlich schönen Iguazú-Wasserfälle hervorrufen.

Im Zentrum Argentiniens ist die Region der Pampa die größte und bekannteste Ebene. Es ist ein Gebiet mit intensiver Landwirtschaft und Viehzucht, zu dem die Provinzen Buenos Aires, La Pampa, der Süden Santa Fe und der Sudwesten Córdoba gehören. Die Ebene wird im Süden von den kleinen Gebirgslandschaften Tandil und La Ventana und im Westen von den Gebirgen von Córdoba unterbrochen.

Im Süden erstrecken sich zwischen den Anden und dem Meer die unfruchtbaren und steinigen Hochebenen Patagoniens, wo die meiste Zeit des Jahres ein unangenehmer Wind tobt. Die Atlantikküste, z.T. Steilküste, zeichnet bogenartige Formen, wie die Halbinsel Valdés mit ihren Kolonien von Meerestieren.

 



 



 

 

 

 


BEVÖLKERUNG

Zur Zeit wird die Einwohnerzahl Argentiniens auf ca. 42 Millionen geschätzt, von denen fast die Hälfte in der Hauptstadt und Provinz Buenos Aires leben. Diese Ziffer ergibt eine Bevölkerungsdichte von 13,2 Einwohner pro Km². 95% der Argentinier sind Weiße, Nachkommen hauptsächlich von Italienern und Spaniern.

Durch die massive europäische Immigration nahmen die Mestizen - Mischung zwischen Weißen und Indianern - nach und nach ab; heute stellen sie nur 4,5% der argentinischen Bevölkerung dar. Die reinrassigen Ureinwohner - Mapuches, Collas, Tobas, Matacos und Chiriguanos - machen nur 0,5 % der Bevölkerung aus.

 

 

SYMBOLE

Die Fahne besteht aus drei horizontalen Streifen: in der Mitte ein weißer Streifen mit einer goldfarbenen Sonne; die beiden äußeren Streifen sind himmelblau. Die Nationalblume heißt Ceibo, der typische Stein ist der Rodocrysit oder "Inkarose".

 


 

 

WÄHRUNG

Die offizielle argentinische Währung ist der Peso. Es gibt 2-, 5-, 10-, 20-, 50- und 100-Peso-Scheine und Münzen von 1, 2 und 5 Pesos und 1, 5, 10, 25 und 50 Centavos.

 
 



SPRACHE

Die offizielle Sprache der Republik Argentinien ist Spanisch. In Buenos Aires spricht man eine Art Lunfardo, das auf Hafenjargon zurückgeht.

 

 






RELIGION

In Argentinien herrscht absolute Religionsfreiheit, obwohl die römisch-katholische Religion als die offizielle gilt. Praktiziert werden auch der Protestantismus, der Judaismus, der Islam, der orthodoxe griechische und -russische sowie andere Glauben.

 

 

 


REGIERUNGSFORM UND VERFASSUNG

Das Land ist eine parlamentarische und demokratische Bundesrepublik mit 23 Provinzen. Die Bundeshauptstadt ist Buenos Aires. Ihr Regierungssystem stützt sich auf drei Gewalten: die ausführende, gesetzgebende und richterliche. Die erste wird von dem auf vier Jahre gewählten Präsidenten der Nation ausgeübt. Er verfügt über weite Vollmachten, einschließlich die der Annahme oder Ablehnung von Kongreßbeschlüssen. Der Kongreß besteht aus zwei Kammern. Die Abgeordnetenkammer besteht aus 254 direkt gewählten Mitgliedern. Der Senat hat 72 von den Provinzbezirken gewählte Mitglieder, und zwar je drei pro Provinz und Bundeshauptstadt. Die Provinzen genießen einen Autonomiestatus und wählen ihre eigenen Behörden, wobei der Gouverneur die höchste Vertretungsmacht innehat.
Die gültige Verfassung geht auf das Jahr 1853 zurück. Es wurden jedoch mehrere Male Reformen durchgeführt; die letzte im August 1994, die die einmalige Wiederwahl des Präsidenten der Nation ermöglicht.

 
 

 




ZWEI HISTORISCHE DATEN

  • 25. Mai 1810. Gründung der ersten Regierungsjunta des Landes.
  • 9. Juli 1816. Ausrufung der Unabhängigkeit der vereinten Provinzen des Río de la Plata.

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